Als Werbeagentur sind wir oft damit konfrontiert, dass an uns die Aufgabe gestellt wird, NUR eine Visitenkarte zu gestalten. Doch auch wenn es zu den kleinsten Druckerzeugnissen neben Etiketten gehört, sind einige Entscheidungen zu treffen und auch Anforderungen zu beachten.
Wenn Sie sich für besondere Faltungen, Stanzungen und Prägungen bei Visitenkarten interessieren oder nach Visitenkarten aus Metall bzw. Aluminium oder Kunststoff interessieren, dann lesen Sie doch auch unsere Rubrik besondere Visitenkarten. Hier finden Sie auch weitere Beispiele zu diesem Thema.
Visitenkarten gestalten heißt nicht Logo gestalten. So merkwürdig es für die meisten klingt, verwechseln es einige Leute. Für die Visitenkarte werden neben den vollständigen Daten und den Farbvorgaben auch ein druckfähiges Logo vom Auftraggeber benötigt. Sollten Sie bisher nur ein Logo für das Internet besitzen, muss das Logo für den Druck nachgebaut werden. Dies liegt daran, dass die 72 dpi Auflösung für den Bildschirm für den Druck qualitativ nicht ausreicht. Hier benötigen wir im optimalen Fall 300 dpi. Als Werbeagentur können wir Ihnen bei der Logoerstellung nur raten, sich die native Datei vom Gestalter aushändigen zu lassen. Wenn Sie kein Gestaltungsprogramm besitzen, können Sie die Datei zwar nicht öffnen. Aber die Agentur und jeder Verlag kann es und Sie sparen Zeit und Geld.
Bei Firmengründungen ist es oft so, dass der Telefonanschluss noch nicht steht oder der Mietvertrag noch nicht unterschrieben ist. Solange nicht alle Daten geklärt sind, kann keine Karte gedruckt werden. Ist alles geklärt, gilt für den Auftraggeber, die Visitenkarten vor der Freigabe noch einmal gründlich zu kontrollieren. Dies gilt vor allem, wenn mehrere Mitarbeiter Visitenkarten bekommen. Leicht wird ein Name nicht richtig weitergegeben oder eine falsche Durchwahl vergeben. Lassen Sie jede Person ihre eigene Visitenkarte lesen. Damit schließen Sie vor dem Druck auch aus, dass Ihr Mitarbeiter später etwas zu beklagen hat.
Das normale Format bewegt sich zwischen maximal 90 x 55 mm, minimal 70 x 40 mm. Hier gibt es die Entscheidung, ob ein Hochformat oder das klassische Querformat bevorzugt wird und ob eine Klappkarte mit vier Seiten in Frage kommt. (siehe auch Bedruckung und Inhalt).
Wollen Sie sicher sein, dass die Karte allen technischen Anforderungen genügt, wählen Sie das normale Querformat und bleiben bei zwei Seiten. Warum? Weil diese Karten auch in den vorgesehenen Visitenkartenhalter der Brieftasche oder in den Rolodex passen! Allerdings nimmt die Zahl der Visitenkartenhalter- und Rolodex - Besitzer stetig ab. Die Daten werden heute in digitale Adressverwaltungen eingepflegt und die Visitenkarte landet meistens in der Ablage "P".
Sie wollen aber schon bei der ersten Begegnung auffallen? Wählen Sie andere Formate, Faltkarten oder auch Visitenkarten aus Aluminium oder Kunststoff, die für die nötige Aufmerksamkeit sorgen! Bei besonderen Materialien sollten Sie allerdings auch eine entsprechend hohe Auflage benötigen, um den Stückpreis entsprechend niedrig zu halten.
Eine normale Visitenkarte hat 2 Seiten, eine Klappkarte 4 Seiten. Nutzen Sie diesen Raum für weitere Informationen. Wenn Sie oft mit ausländischen Partnern arbeiten, ist die deutsche Vorderseite und die englische Rückseite üblich. In Ländern, die keine romanischen Schriftzeichen verwenden (z.B. China, Russland, Japan, Griechenland usw.) ist der Rückseitendruck in der entsprechenden Landessprache Pflicht. Dies ist dann aber auch mit Fremdsprachensatz und Fremdsprachenkorrektur verbunden und der Aufwand für 90x55mm Druckfläche erhöht sich.
Die Rückseite lässt sich auch anders nutzen, wenn Sie keine ausländischen Partner bedienen müssen.
Heben Sie z.B Ihre Domain noch einmal besonders hervor, geben Sie Ihre private Adresse an oder nutzen Sie die Fläche, um Ihre Angebote und Leistungen aufzuzeigen.
Diese Zusatzinformationen sind öfters nötig als gedacht. Wer Sie als z.B. Maler kennen gelernt hat, kommt nicht auf die Idee, Sie für eine Teppichverlegung anzusprechen, obwohl Sie dies auch anbieten.
In solchen Fällen sind Klappkarten besonders gut geeignet.
Ob Sie heute 1 oder 4-farbig drucken, ist eher eine ästhetische Frage, als eine Frage des Preises. Da die meisten Visitenkartenproduktionen kleine Auflagen haben, tummeln sich eine Menge Online-Druckereien auf dem Markt, die sich gegenseitig unterbieten. Diese Drucken grundsätzlich im 4c-Euroskala - Prozess und die 4 Farben sind Standard und vorhanden. Von Angeboten mit der Werbung der Online-Druckerei sollten Sie übrigens absehen. Machen Sie lieber für sich selbst Werbung. Viele größere Unternehmen drucken dennoch 2-farbig und mit so genannten Schmuck- bzw. Sonderfarben. Dies hat zwei Gründe. Wer bei unterschiedlichen Druckereien und in unterschiedlichen Ländern drucken lässt, definiert seine Farben nach der Pantone oder HKS Farbskala. Dies sind klar definierte Farben, die sich nicht aus den 4 Farben des 4c-Prozesses zusammensetzten. Damit wir sichergestellt, dass man immer die gleiche definierte Farbe bekommt. Dieses System berücksichtigt auch die Farbschwankungen, die bei gestrichenen und ungestrichenen Papieren auftreten. Ungestrichene Papiere haben, vereinfacht ausgedrückt, offene Poren, in die die Farbe wie ein "Schwamm" aufgesogen wird, dadurch ergibt sich ein anderer Farbeindruck als bei gestrichenen Papieren. Hier steht die Farbe auf der Oberfläche und wirkt dadurch deutlich leuchtender und klarer. Der zweite Grund für die Verwendung von Sonderfarben liegt in Ihrer Leuchtkraft. Bei den Sonderfarben gibt es Farbtöne, die besonders kräftig und leuchtend sind. Dies wissen z.B. auch Verpackungshersteller und verwenden Sonderfarben, um die Produkte besonders gut zu präsentieren. Diese Intensität der Farbe lässt sich nicht über den 4c-Prozess erreichen.
Das Papier definiert sich durch seine Oberflächeneigenschaften und durch seine Stärke. Während die günstigen Online-Druckereien meistens nur zwei Papiere (matt / glänzend) anbieten, kann man sich bei Offset-Druckereien vor Ort eine Vielzahl von unterschiedlichen Papiermustern zeigen lassen. Ab 180 g/qm werden Papiere für Visitenkarten eingesetzt. Traditionell wird 240g/qm eingesetzt.
Wer etwas besonderes haben will, oder wegen seiner Produkte ein exklusives Design benötigt, kann über Heißprägefolien Teile der Karte versilbern oder vergolden. Eine andere Form der haptischen Aufwertung stellt die Prägung dar. Prägungen werden gerne für Siegel, Wappen aber auch Logos verwendet. Ob Heißprägefolie oder Prägung, beides sind Sonderverfahren, die zusätzliche Werkzeuge verlangen und entsprechend auch teurer sind.
Das man eine Karte nicht nur einmal falten kann, ist klar. Man kann aber auch raffinierte Faltungen bei einer Visitenkarte entwickeln. So könnte für einen Stuhlhersteller die Visitenkarte als Stuhl aufklappbar sein. Die Entwicklung bedeutet zwar einigen Aufwand, der sich aber meist lohnt, da diese Karten nicht weggeschmissen werden und oft auch anderen Menschen gezeigt werden.
Sie haben noch Fragen zu Visitenkarten oder zur Produktion oder Umsetzung? Rufen Sie uns einfach unter 069/9864770 an oder schreiben uns eine E-Mail.
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