Produktfotografie erfordert viel Erfahrung, spezielle Ausrüstung und präzises Arbeiten. Die Größe eines Produktes benötigt eine bestimmte Studiogröße, für Eis ist ein anderes Equipment nötig als für einen mp3-Player und Investitionsgüter lassen sich oft nicht einfach ins Studio verfrachten.
Ein Beitrag von dem Produktfotografen Oliver Feld. ![]()
Warum schreibt ein Produktfotograf auf der Website dieser Werbeagentur? Weil er darum gebeten wurde!
Warum hat ihn die Werbeagentur darum gebeten? Weil diese Werbeagentur neben anderen zuverlässigen Zulieferern gern mit Bildmaterial arbeitet, dass nicht aus der kundeneigenen Digitalkamera oder einem Billig-Shooting stammt.
Ist das aber unbedingt erforderlich? In meinen Tutorial zum Thema Produktfotografie schreibe ich auch darüber, wie es mit einfachen Mitteln möglich ist, seine Produktabbildungen selbst zu erstellen.
Aber...nach einer verständlichen Anfangsphase merkt jeder sehr schnell, dass er mit professionellen Zulieferer deutlich zuverlässiger, progressiver und entspannter auf den Markt geht.
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An den letzten beiden Punkten scheitet es dann oftmals in der Produktfotografie. Und das betrifft ebefalls andere Bereiche. Oft fängt es schon bei CI an. Da braucht es einen Firmennamen, das Logo plus Geschäftsausstattung. Und Word bzw. Corel-Draw sei Dank, versucht man es erstmal selbst. Bis hoffentlich dann die Einsicht reift, dass es mehr als einen Computer braucht, um sein Produkt oder seine Firma angemessen darzustellen.
Für so was gibt es Werbeagenturen mit Kommunikationsfachleuten und Grafik-designern. Zwar ist deren Werkzeug auch nur der Computer, aber es liegt auf gar keinen Fall allein daran, dass sie auf Macintosh-Rechner arbeiten, dass deren Ergebnisse im Wettbewerb mithalten oder hervorstechen können.
Weiter geht es beim Webauftritt. Mittlerweile ein Muss für fast jedes Unternehmen. Auch hier versetzen Content-Management-Systeme oder Shop-Systeme nahezu jeden in die Lage, eigene Websites zu basteln. Und so sieht es oft dann auch aus. Bis auch hier die Erkenntnis kommt, dass zumindest der gestalterische Aufbau doch eher etwas ist, was man persönlich nur schwer aus dem Ärmel schüttelt.
Hier gibt es ebenfalls Werbeagenturen mit Webdesignern, die nicht nur das Programmieren, sondern auch das Gestalten beherrschen.
Was die Texte und Bilder der Websites angeht, so kann, dank CMS, der Kunde selbst Hand anlegen. So er denn die Zeit hat. Aber...
... spätestens wenn er dann merkt, dass sein Webauftritt bei Google und Co nicht aus dem Pötten kommt, merkt er, dass es nicht einfach damit getan ist, beim Texten die Muttersprache zu beherrschen. In der Not verfällt er dann oft irgendwelchen Suchmaschinen-Gurus, die vertraglich zusichern, die Website innerhalb kurzer Zeit ganz nach oben zu bringen versprechen.
Dabei hätte es von vorn herein gereicht, entsprechend zu texten. Richtig, dafür gibt es die so genannten SEO-Texter. Kann man durchaus selbst machen, wenn man weiß, worauf es ankommt und ausreichend Zeit zur Verfügung hat.
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Woran merkt man, ob eine Aufnahme gut oder schlecht ist, ob sie verkauft oder liegen bleibt? Lohnt es, in die Aufnahme eines Produkts 25€ und oft mehr zu investieren, wenn man es nur für 4,99€ verkauft und bestenfalls eine Marge von 100% daran hat? Die ersten zehn Verkäufe gehen also an den Fotografen.
Merken wird man es spätestens dann, wenn dadurch, dass man an der Produktfotografie gespart hat, nicht mal zu den 10 Verkäufen kommt.
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Diese durchaus hochwertige Seife wurde vom Kunden selbst fotografiert. Wenn man die Liste ihrer Bestandteile ansieht, so kann man schon vermuten, dass sie gut riecht, sich gut anfühlt, der Haut gut tut. Wenn man das Bild anschaut, so würden sie wahrscheinlich die wenigsten an ihre Haut lassen.
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Zutraulicher wirkt da wahrscheinlich schon diese Aufnahme. Zumindest sind Farben und Form erkennbar. Worauf hier aber noch nicht ausreichend eingegangen wurde sind Transparenz und Prägung.
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Neben Farben, Form, Oberflächenbe-schaffenheit sind Transparenz und die Prägung bei diesen Seifen elementare Produkteigenschaften. Allerdings ist diese Aufnahme nur Teil einer Serie von 40 komplett transparenten bzw. teiltransparenten Seifen. Also bestand die Herausforderung darin ein Licht-Setup zu entwickeln, in dem alle Seifenarten optimal zur Geltung kommen.
Um ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern: Die schon etwas zutraulichere Seife oben wurde einfach zur ins Lichtzelt gestellt. Dadurch wirkt sie belegt, flach und wenig transparent.
Für das eigentliche Setup kamen insgesamt 4 Lampentypen zum Einsatz, die je nach Seifenart zu bzw. abgeschaltet wurden.
Macht sich der Unterschied zwischen der zweiten und der dritten Aufnahme in der Nachfrage wirklich bemerkbar? Ich weiß es nicht. Klar ist aber, dass gerade im Online-Handel immer mehr Anbieter mit denselben Produkten in Konkurrenz stehen. Und nicht jeder Hersteller gibt seine oft hochwertigen Produktabbildungen zur allgemeinen Verwendung frei.
Das einzige, womit sich als ein Anbieter von seinen Konkurrenten unterscheiden kann, ist der Preis, eine gute Beschreibung und die Produktabbildung. Von daher sollte man den Wert einer guten Produktaufnahme nicht unterschätzen.
Tutorial zum Thema: Produktfotografie